Parkplatzmanagement

Die zukünftig noch stärker wachsende Problematik der Parkplatz-Knappheit könnte durch die teilweise bereits vorhandenen Technologien in den Autos verbessert werden:

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Bei Verlassen des Parkzustandes könnte das Fahrzeug die Positionsdaten des freiwerdenden Parkplatzes an alle vernetzten Fahrzeuge in der Umgebung senden, wodurch Zeit und Kosten der Parkplatzsuche reduziert würden. Weiterhin wäre es bereits möglich, über Front- und Seitenkameras des Fahrzeugs, die Straße auf freie Parkplätze zu untersuchen.

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Außerdem könnte die Kapazität an Parkplätzen sowie die Bereitstellung von ÖPNV besser geplant werden.
Die Ordnungsämter der Städte könnten mittels der Standzeit, Fahrzeuge mit überschrittener Parkdauer an einer zentralen Stelle – beispielsweise mittels einer Karten-Anzeige – bearbeiten und somit Personalkosten bei der Suche nach Parksündern verringern. Der Strafzettel wäre durch im System digital hinterlegte Informationen über den Fahrzeughalter, direkt auf den Bordcomputer übertragbar. Dies könnte ebenfalls Zeit und ökologische Ressourcen einsparen. Die Positionsdaten könnten dann ggf. direkt an ein Abschleppunternehmen weitergeleitet werden. Die Polizei wäre weiterhin in der Lage, bei Kontrollen anhand der auslesbaren TÜV-Daten, verkehrsgefährdende Fahrzeuge an der Weiterfahrt zu hindern.

 

Szenario Fahrer:
Herr Meier pendelt regelmäßig zwischen seinem Wohnort und seinem Arbeitsplatz in Frankfurt am Main. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in Frankfurt, findet er selten einen Parkplatz, vor allem nicht in naher Umgebung seines Arbeitsplatzes. Aufgrund eines Motorschadens fällt das Fahrzeug von Herrn Meier wochenlang aus, sodass er auf ein Mitfahr-Angebot seines Kollegen eingeht. Während der Fahrt erkundigt sich Herr Meier bei seinem Kollegen über dessen Probleme bei der Parkplatzsuche und ist erstaunt, denn sein Kollege berichtet ihm von der Funktion seines Connected Cars, freiwerdende Parkplätze in der Nähe eines Routenziels direkt anzuzeigen. Herr Meier kann es kaum glauben, aber als die Beiden am Ziel ankommen, meldet die Navigationssoftware einen gerade freigewordenen Parkplatz direkt vor der Arbeitsstätte. Von dieser Technologie überzeugt, beschließt Herr Meier, sein altes Auto zu verkaufen und sich ein Connected Car zuzulegen.

 

Szenario Staat:
Die Stadt Frankfurt am Main greift während einer Studie auf die Daten von einigen Connected Cars zurück und untersucht die durchschnittliche Parkdauer der Fahrzeuge in gewissen Gebieten. Im Rahmen der Untersuchung wird ersichtlich, dass in einem Randgebiet der Stadt die meisten Fahrzeuge nur über eine relativ kurze Dauer parken und dabei einige Parkplätze der dort ansässigen Unternehmen in Anspruch nehmen. Durch diese Erkenntnis beschließt der Stadtrat, einen größeren Parkplatz sowie eine ÖPNV-Haltestelle in unmittelbarer Nähe zu errichten. Die Entlastung der Parksituation führt dazu, dass viele Berufspendler nun zeitnah einen Parkplatz vor Ort finden und Verspätungen aufgrund der Parkplatzsuche reduziert werden.

 

Szenario Staat 2:
Das Ordnungsamt in Frankfurt am Main erfährt von der zusätzlichen Hinterlegung der Parkdauer der jeweiligen Connected Cars. Die Mitarbeiter können sich die zeitüberschreitenden Fahrzeuge mittels einer App auf einer Karte anzeigen lassen und Parksünder effizienter abarbeiten. Strafzettel werden direkt anhand der digital hinterlegten Fahrzeughalter-Daten auf den Bordcomputer des KFZ übertragen. Durch die Zeitersparnis der Mitarbeiter können die Kosten reduziert und langfristig ein effektiveres und ökologischeres Modell der Fahrzeugkontrolle über eine zentrale Steuerung eingeführt werden.